Ein Signal, dessen Zustand ausschließlich durch zwei Werte beschrieben wird, ist ein binäres Signal und wird als BIT = BINARY DIGIT bezeichnet. Ein BIT steht als Einheit für ein binäres Signal und stellt damit die kleinste informationstechnische Einheit mit zwei klaren Signalzuständen, definiert "0" oder"1", dar.
4 Bit ergeben ein Halbbyte bzw. ein Nybble. 2 Nybbles/Halbbytes ergeben ein Byte.
8 Bit werden zu einem Byte zusammengefasst. Ein Byte kann in Binärdarstellung die Werte 0 bis 255 oder die Werte -127 bis +127 annehmen. Zwei zusammengehörende Byte (2Byte = 16 Bit) sind ein digitales Wort (WORD). 1 Wort = 2 Byte = 16 Bit. Zwei Wörter die zusammengehören ergeben ein digitales Doppelwort (DWORD). 1 Doppelwort = 2 Wörter = 4 Byte = 32 Bit.
Die aus dem Bereich der Daten- und Informationsverarbeitung bekannten Begriffe Bit, Byte, Wort und Doppelwort werden auch bei speicherprogrammierbaren Steuerungen verwendet.
Innerhalb eines Bytes wird jedem Bit eine Ziffer - die Bitadresse - zugeordnet. Über diese Bitadresse werden die einzelnen Bits erkannt und auch angesprochen. Die Adressierung der 8 Bits innerhalb eines Bytes erfolgt von rechts nach links, ganz rechts befindet sich das Bit 0 und ganz links das Bit 7.
schematische Darstellung der Bitadresse 0 bis 7
Jedes einzelne Byte wiederum erhält ebenfalls eine Nummer, die Byteadresse. Außerdem wird noch der Operand bezeichnet. EB1 steht für Eingangsbyte 1 oder AB2 für Ausgangsbyte 2. Ein einzelnes Bit wird eindeutig durch die Kombination von Bit- und Byteadresse adressiert. Hierbei wird die Bitadresse durch einen Punkt von der Byteadresse getrennt. Links von Punkt steht die Byteadresse und rechts vom Punkt die Bitadresse. Bei dem Ausgang A2.3 handelt es sich also um das dritte Bit im zweiten Byte einer Ausgangsbaugruppe.
schematische Darstellung einer Byteadresse
Durch die Nummerierung von Wörtern ergeben sich die Wortadressen. Die Wortadresse bei der Verwendung von Eingangswörtern EW, Ausgangswörtern AW und Merkerwörtern MW ist immer die kleinere Byteadresse der beiden im Wort befindlichen Bytes. Bei Doppelwörtern verhält es sich genauso, hier ist die kleinere Wortadresse die Adresse des Doppelwortes.

schematische Darstellung einer Wortadresse
Aus dem oberhalb farbigen dargestellten Schema läßt sich also folgendes ableiten:
Dasselbe gilt auch für die Adressierung von Doppelwörtern. Auch hier ist bei der Adressierung besondere Sorgfalt geboten. Würde man nach obigen Schema der Wortadressen ein Ausgangsdoppelwort ADW0 adressieren dann besteht dieses Ausgangsdoppelwort ADW0 aus folgenden Adressen:
Hinweis: Das in diesem Beispiel für das Ausgangsdoppelwort ADW0 ausgelassene Ausgangswort AW1 kann nicht adressiert werden da sich hier dann eine Überschneidung des Adressbereiches ergeben würde.
Das bedeutet das bei einer Adressierung eines Ausgangsdoppelwortes ADW0 das nächstmöglichste zu adressierende Ausgangsdoppelwort das Ausgangsdoppelwort ADW4 ist.
Dies gilt für alle Adressierungen bei Eingängen, Ausgängen und Merkern ebenso wie bei der Adressvergabe bei Ganzzahlen (INT, DINT) und Gleitkommazahlen (REAL).