Über Bitverknüpfungsoperationen werden die anliegenden Signalzustände "0" oder "1" ausgewertet und entsprechend der booleschen Logik miteinander verknüpft. Dadurch entsteht das Verknüpfungsergebnis VKE, das je nach Ergebnis der vorangegangenen Verknüpfungen den Signalzustand "0" oder "1" führt.
Folgende Grundoperationen gibt es in der Programmiersprache AWL für Verknüpfungsoperationen mit Bitoperanden:
- U // Und-Verknüpfung
- UN // Und NICHT-Verknüpfung
- O // Oder-Verknüpfung
- ON // Oder NICHT-Verknüpfung
- X // Exklusiv Oder-Verknüpfung
- XN // Exklusiv Oder NICHT-Verknüpfung
Klammerausdrücke werden mit folgenden Operationen gebildet:
- U( // UND-Verknüpfung mit Verzweigung
- UN( // UND NICHT-Verknüpfung mit Verzweigung
- O( // ODER-Verknüpfung mit Verzweigung
- ON( // ODER NICHT-Verknüpfung mit Verzweigung
- X( // Exklusiv ODER-Verknüpfung mit Verzweigun
- XN( // Exklusiv ODER NICHT-Verknüpfung mit Verzweigung
- ) // Verzweigung schliessen
Eine Verknüpfungskette wird in AWL mit folgenden Operationen abgeschlossen:
- S // Setzen
- R // Rücksetzen
- = // Zuweisung
Das Verknüpfungsergebnis VKE wird mit folgenden Operationen verändert:
- NOT // VKE wird negiert
- SET // das VKE wird gesetzt (mit dieser Operation in der
Regel auf "1")- CLR // das VKE wird zurückgesetzt (mit dieser Operation
in der Regel auf "0")- SAVE // der Signalzustand des VKE wird im BIE-Bit gespeichert
Auf einen Wechsel im Verküpfungsergebnis VKE reagieren folgende Operationen:
- FN // negative Flanke von 1 -> 0
- FP // positive Flanke von 0 -> 1
Mit der Zuweisung "=" wird das VKE in das adressierte Bit (z.B. A 2.3) geschrieben. Voraussetzung dafür ist aber dass das Master Control Relay eingeschaltet ist (MCR=1). Ist MCR=0, so wird der Wert "0" in das adressierte Bit geschrieben.
Durch die Verwendung des Zeichens / können Kommentare in eine AWL eingfügt werden.
//Bedingung für des Einschalten eines Motors
U E 2.5
U E 2.6
= A 2.3