Die Änderung eines Signalzustandes wird über die Flankenauswertung erfasst. Hierbei kann man die ansteigende bzw. positive Flanke (Signalzustandswechsel von "0" auf "1") oder die fallende bzw. negative Flanke (Signalzustandswechsel von "1" auf "0") erfassen. Die Auswertung einer Flanke kann in SPS-Steuerungen entweder bei einem Operanden oder bei einem Verknüpfungsergebnis erfolgen.
Operanden: Literale, Ausdrücke, Variablen, Rückgabewert
Verknüpfungsergebnis: Ergebnis einer Operation
Hersteller von SPS-Steuerungen stellen in der Regel für die Auswertung von Flanken einen der DIN EN 61131-3 entsprechenden Standardbaustein zur Verfügung. Bei Step7 steht die Flankenauswertung als Operation zur Verfügung. Der veränderte Signalwert wird in einem Operanden gespeichert den man dann als Flankenoperanden, Flankenspeicher bzw. Flankenmerker bezeichnet. Die Art der Flankenauswertung wird durch ein Symbol gekennzeichnet, "P" steht für die Auswertung der steigenden/positiven Flanke, "N" für die Auswertung der fallenden/negativen Flanke. Die Flankenauswertung wird je nach Weiterverwendung im laufenden Zyklus eines Programmes einem Binäroperanden, einem Impulsoperanden oder Impulsmerker zugewiesen welcher dann für die Dauer des Zyklus den Zustand "1" hat. Es gibt aber auch die Möglichkeit das Verknüpfungsergebnis einer Operation direkt für eine Flankenauswertung abfragen.

Symbol positive Flanke:
| Parameter | Datentyp | Speicherbereich | Beschreibung |
|---|---|---|---|
| <Operand> | BOOL | E, A, M, D, L | Mit einer Flankenauswertung wird die Änderung eines Signalzustandes erfasst: (Signalzustandswechsel von "0" nach "1" ). Durch den Operanden wird festgelegt, welche Flanke ausgewertet werden soll (hier positive Flanke). |
Symbol negative Flanke:
| Parameter | Datentyp | Speicherbereich | Beschreibung |
|---|---|---|---|
| <Operand> | BOOL | E, A, M, D, L | Mit einer Flankenauswertung wird die Änderung eines Signalzustandes erfasst. (Signalzustandswechsel von „1“ nach „0“ ). Durch den Operanden wird festgelegt, welche Flanke ausgewertet werden soll (hier negative Flanke). |
Der Flankenoperand FO hat in Step7 ein speicherndes Verhalten. Aus diesem Grund kann der Flankenoperand nur in Merkerbits, in Datenbits von Globaldatenbausteinen oder in statische Lokaldatenbits gespeichert werden.
Eine Ausnahme bilden Flankenoperanden die im Organisationsbaustein OB1 programmiert sind. Hier können Flankenoperanden in temporären Lokaldatenbits gespeichert werden. In Funktionsbausteinen FB und in Funktionen FC erzeugt die Speicherung eines Flankenoperanden in temporären Lokaldatenbits ein Fehlverhalten des Anwenderprogrammes.