Das Hexadezimalsystem beruht auf der Basis 16. Wie schon gesagt bestimmt die Basis die Anzahl der einstelligen Ziffern bzw. des Zeichenvorrates, hier sind es die Ziffern 0 bis 9 und die Buchstaben A bis F. Die Potenzen zur Basis bilden die Stellenwerte. Die erste Stelle links neben dem Komma hat immer den Stellenwert 160 = 1, die zweite Stelle links vom Komma hat den Stellenwert 161 = 16, die dritte Stelle links vom Komma hat den Stellenwert 162 = 256 usw.
Die Buchstaben haben folgende Bedeutung: A16 = 1010, B16 = 1110, C16 = 1210, D16 = 1310, E16 = 1410, F16 = 1510
Das Hexadezimalsystem wird benutzt um mit möglichst wenig Ziffern und Zeichen große Zahlen darzustellen.
Beispiel: Umwandeln der Dezimalzahl 51210 in eine Hexadezimalzahl. Dazu dividiert man die Zahl 51210 durch die Basis 16, man erhält die Zahl 3210. Rest ist 0. Diese 0 stellt die erste Hexadezimalzahl links vom Komma dar. Dann wird die 3210 durch 16 dividiert, man erhält die 210 und als Rest wieder 0. Als nächstes dividiert man die 2 durch die Basis 16 und erhält als Rest 2. Der Rest 2 entsteht weil die Division von 2 durch 16 kein ganzzahliges Ergebnis ergibt. Nun fasst man die Ergebnisse zusammen und erhält die Hexadezimalzahl 20016. Die Hexadezimalzahl 20016 hat folgende Stellenwerte: beginnend von rechts nach links 0 x 160 = 0 x 1 =0 (erste Stelle links vom Komma), 0 x 161 = 0 x 16 = 0 (zweite Stelle links vom Komma), 2 x 162 = 2 x 256 = 512. Daraus folgt das die hexadezimale Zahl 20016 der dezimalen Zahl 51210 entspricht.
Die hexadezimale Darstellung von Zahlen in der Steuerungstechnik ist eine weitverbreitete Kurzschreibweise für die als Grundlage dienenden Dualzahlen. Ein Byte sind 8 Bit und werden z.B. mit 1111 1111 dargestellt. Die gleiche Zahl hexadezimal dargestellt ist FF. Durch die hexadezimale Zahlendarstellung wird nicht der Zahlenumfang des Dualsystems verändert, man erreicht dadurch eine strukturierte Lesart da immer 4 Bit zu einer Einheit zusammengefasst werden. Die hexadezimale Zahlendarstellung dient also auch dem Zweck größere Dualzahlen einfacher darzustellen. Die Dualzahl 1101 0110 1000 0101 0001 0111 wird in 4-Bit Einheiten zerlegt und dann als D68517 dargestellt. Aus diesem Beispiel wird die Vereinfachung ersichtlich und es ergibt sich eine weniger fehleranfällige Darstellung der Zahl als wie beim Dualsystem.
Das hexadezimale Zahlensystem wird in der Steuerungstechnik bei technischen Prozessen bei Zahleneinstellern und Ziffernanzeigern und programmintern bei Maskierungen in Verbindung mit ODER- bzw. UND-Wortbefehlen zum Ein- und Ausblenden von Binärstellen in Wort-Operanden verwendet.
| Dezimalzahl | Dualzahl | Hexadezimalzahl |
| 0 | 0000 | 0 |
| 1 | 0001 | 1 |
| 2 | 0010 | 2 |
| 3 | 0011 | 3 |
| 4 | 0100 | 4 |
| 5 | 0101 | 5 |
| 6 | 0110 | 6 |
| 7 | 0111 | 7 |
| 8 | 1000 | 8 |
| 9 | 1001 | 9 |
| 10 | 1010 | A |
| 11 | 1011 | B |
| 12 | 1100 | C |
| 13 | 1101 | D |
| 14 | 1110 | E |
| 15 | 1111 | F |
Zwei Hexadezimalzahlen werden nach folgendem Prinzip miteinander addiert:
Zwei Hexadezimalzahlen werden nach folgendem Prinzip voneinander subtrahiert:
Eine Hexadezimalzahl wird in eine Dualzahl umgewandelt, indem man jede Hexadezimalstelle in ein Nybble umwandelt. Diese Nybbles werden als ganze Dualzahl behandelt.
Beispiel: C416 ergibt 11002 und 01002 (Dual in Nybbles) und ist in dezimal 19610
Die beiden Nybbles als ganze Dualzahl gesehen ergeben 1100 01002.
1100 01002 = 19610
Man kann also über diese Verfahrensweise recht schnell von hexadezimal nach dual umrechen.
Beispiel: A5E6FF16 soll nach dual umgerechnet werden.
A5E6FF16 = 1010 0101 0110 1111 11112