Die graphische Programmiersprache Kontaktplan KOP nach der Norm IEC DIN EN 61131-3 ist der Darstellung von Stromlaufplänen nachempfunden. Programmiert wird mit den aus Stromlaufplänen bekannten Symbolen wie Öffner, Schließer oder Spulen und Lampen. In Netzwerken werden diese dann zu logischen Strukturen zusammengefaßt. Unter Verwendung einer Symboltabelle gewinnt ein Kontaktplan zudem an Übersichtlichkeit da die Operanden dann direkt mit Namen oder Bezeichnungen dargestellt werden wie z. B. Lampe_NOTAUS, Endschalter_Vorschub, S1, S2 für Schalter 1 und Schalter 2, TMx für Taktmerker, LSx für Lichtschranke, der Augang A2.5 als Motor_EIN oder ähnliches.
Beispiel für die Darstellung der Lampe NOTAUS im KOP ohne Symbolik: A4.0
Beispiel für die Darstellung der Lampe NOTAUS im KOP mit Symbolik: Lampe_NOTAUS
Beispiel für die Darstellung des Endschalters Vorschub im KOP ohne Symbolik: E2.0
Beispiel für die Darstellung des Endschalters Vorschub im KOP mit Symbolik: Endschalter_Vorschub
Die graphische Programmiersprache KOP ist Bestandteil der Basissoftware SIMATIC® Step7® und wird hauptsächlich bei der Erstellung von Verknüpfungssteuerungen verwendet. Die Erstellung von Programmen mit der Programmiersprache KOP wird mit einem inkrementellen Editor realisiert. Im englischen wird der Kontaktplan mit ladder diagram, kurz ld, bezeichnet.
Der logische Verlauf einer in der Programmiersprache KOP programmierten Verknüpfungssteuerung wird von links nach rechts und von oben nach unten dargestellt. Dies enstpricht der Programmabarbeitung in Step7®. Die verwendeten Schaltzeichen sind in der DIN 19 239 festgelegt. Da die Programmiersprache KOP an die Darstellung von Stromlaufplänen für Schützschaltungen angelehnt ist, stellt das Erlernen dieser Sprache für diejenigen kein Problem dar, die den Umgang mit Stromlaufplänen gewohnt sind. Über Zusatzfunktionen können Zähler, Zeiten, Sprünge und weiteres in den Kontaktplan integriert werden.