
Um eine Steuerungsaufgabe zu realisieren, kann man eine Schaltfunktion mit Hilfe einer Schaltwerttabelle erstellen. Die Schaltfunktion beschreibt die Steuerung als eine mathematische Funktion.
Nehmen wir als Beispiel die Schaltwerttabelle aus dem vorherigen Kapitel. Wir richten unser Augenmerk auf die beiden Zeilen, in der am Ausgang 1 steht, also wann die Lampe etc. angehen soll. Wann soll die Lampe nun angehen? Wir haben 2 mögliche Szenarien.
Szenario 1: E1 ist AN, E2 ist AUS
ODER
Szenario 2: E1 ist AUS, E2 ist AN
Verbal ausgedrückt könnte man die Steuerung so beschreiben, dass der Ausgang eingeschaltet werden soll, wenn:
E1 an ist UND E2 aus ist ODER E1 an ist UND E2 aus ist.
Damit man die Struktur einer Schaltfunktion besser erkennen kann, setzen wir diesmal Klammern ein, benutzen die Zahlen 0 und 1 für die Zustände AUS und EIN und setzen den Ausgang in die Funktion ein:
(E1=1 UND E2=0) ODER (E1=0 UND E2=1) = A1
Das wäre schon fast eine richtige Schaltfunktion, die wir mit Hilfe der Schaltwerttabelle erstellt haben. Es beschreibt, wann der Ausgang den Zustand AN oder AUS haben soll.
Wenn wir die Schaltfunktion korrekt in mathematischer Schreibweise darstellen wollen, muss sie etwas verändert werden. Dazu sollte man folgende Dinge wissen:
Die obere Schaltfunktion wird in mathematischer Form wie folgt dargestellt:

Die Schaltfunktion kann auch in boolescher Form dargestellt werden. Hier gibt es im Gegensatz zur mathematischen Form lediglich zwei Abweichungen.
Die obere Schaltfunktion in boolescher Form:
